Awake Fellowship

Lerne unsere Fellows kennen

Der erste Jahrgang von AWAKE ist komplett! 

Im Oktober 2021 haben sich 12 engagierten Careleaver*innen aus ganz Deutschland zusammengefunden. Sie sind der erste Jahrgang von AWAKE - dem Brückensteine Fellowship. Gemeinsam wollen sie sich für ihre Anliegen stark machen und eigene Projekte in die Tat umsetzen. 

Wir freuen uns, unsere Fellows in ihrem Engagement begleiten zu dürfen und auf ihre Projekte! 

Michelle Zerning

Ich bin Careleaver*in und
Möchte andere Careleaver*innen und Carereceiver*innen bei ihrer Verselbständigung unterstützen

Das will ich verändern
Das Thema Careleaver in die Mitte der Gesellschaft zu rücken

Dafür trete ich ein
Mehr Verständnis für und weniger Vorurteile gegen Careleaver*innen in der Gesellschaft

 

Jonny Ehrlich

Ich bin Careleaver*in und
liebe es zu kochen

Das liegt mir besonders am Herzen
Gleichberechtigung für Careleaver

Das muss sich für Careleaver*innen verbessern
Feste Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, stärkeres kontrollieren, stärkere Nachfrage nach Empfinden von Careleaver/-receiver

 

Noreen Tahir

Ich bin Careleaver*in und:
trete für meine Werte ein

Das erwarte ich von der Politik
mehr Unterstützung für Careleaver und Carereceiver

Das liegt mir besonders am Herzen
Toleranz und Akzeptanz

 

Sarah Stemper

Ich bin Careleaver*in und
politisch/gesellschaftlich interessiert, Journalistin, kreative Schreiberin, eine gute Hobbybäckerin, -köchin :-) & bin gern unter Menschen

Das ist meine Motivation
Vernetzung in der Community, und der Gedanke, dass wir gemeinsam was bewegen können

Das will ich für Careleaver*innen verbessern
wenn ich ganz utopisch denke :-): bürokratische Hürden abbauen, besseres Sicherheitsnetzwerk, z.B. auch durch mehr Bekanntheit des Begriffs und mehr finanzielle Sicherheit, Einheitlichkeit bei den Jugendämtern

12 Steckbriefe – 12 Fellows

Alyn Edelkraut

Ich bin Careleaver*in und
Feministin & Imkerin

Das liegt mir besonders am Herzen
Zusammen mit den AWAKE Fellows möchte ich Vorbild sein, für Carereceiver*innen und der Gesellschaft zeigen, was wir drauf haben!

Das fordere ich
Wir haben ein Recht auf Entwicklung! Wir brauchen Räume und Ressourcen um unser Potential zu entfalten!

Daline Raphael

Ich bin Careleaver*in und
stolze Haitianerin

Dafür mache ich mich stark
Gleichberechtigung

Das liegt mir besonders am Herzen
Rechte für Kinder

 

Lucia Clara Rocktäschel

Ich bin Careleaver*in und
selbstständig, Texterin & Diversity-Trainerin, Freundin, kann für 10 Leute kochen, ...

Das liegt mir besonders am Herzen
Aufmerksamkeit für Careleaver*innen + ihre Probleme/Bedürfnisse schaffen

Darum bin ich bei AWAKE dabei
gemeinsam im Team ein Projekt realisieren, Vernetzung, Veränderung schaffen
 

Lee

Ich bin Careleaver*in und
Queere*r Aktivist*in, Kunststudent*in

Das will ich verändern
Dass junge Menschen nicht erst nach der Jugendhilfe ihre Meinung äußern können

Darum bin ich bei AWAKE dabei
Um andere Careleaver*innen kennenzulernen und gemeinsam Dinge anzusprechen

Laura Brüchle

Ich bin Careleaver*in und
Studentin, Feministin, Sozialdemokratin, kreativer Kopf

Dafür trete ich ein
Chancengerechtigkeit, Rechte im Hilfeplan

Celina Rösner

Ich bin Careleaver*in und
bin gesund, zielstrebig, unabhängig und ein guter Mensch

Das liegt mir besonders am Herzen
Menschen helfen, die Hilfe benötigen

Das ist meine Motivation
Meine Vergangenheit

Kai Rösner 

Ich bin Careleaver*in und:
Mensch

Das ist meine Motivation
Eine "reale" Chancengleichheit erwirken

Das will ich für Careleaver*innen verbessern
Die selbst und fremd auferlegten bestehenden Stigmata für "Heimkinder" aufbrechen

Ruth Strüder

Ich bin Careleaver*in und
Auszubildene in der Heilerziehungspflege

Dafür mache ich mich stark
meine Rechte als Careleaverin, Gleichberechtigung

Das fordere ich
Recht auf Bildung

 

Awake Blog

Blog#4 Empowerment: Die Awake-Fellows starten mit drei Projekten ins neue Jahr

Mitte Dezember haben sich die Awake-Fellows zum zweiten Retreat getroffen. Die Ergebnisse des Wochenendes zeigen: Die jungen Menschen nähern sich ihrer Vision, neue aktivistische Ansätze für das Thema Leaving Care zu entwickeln.

Die Gesichter auf den Zoom-Kacheln lächeln. Hinter den zwölf Awake-Fellows und den Projektleiterinnen liegen drei Tage intensives Brainstorming, viele Überlegungen, und auch einige Neustarts. Das Ergebnis: Im zweiten Retreat haben die Careleaver*innen ihre Projektideen so konkretisiert, dass sie diese im nächsten halben Jahr umsetzen können. Zusammenhalt der Fellows, Motivation und Energie, diese Gefühle hat die Autor*in des Textes beim zweiten Projekttreffen hauptsächlich wahrgenommen – und, dass eine Art gemeinschaftliche Online-Atmosphäre entstanden ist. 

Trotz der eigenen Ansätze ist es den Fellows wichtig, Ressourcen von Projekten zu nutzen, die es schon gibt:  “Die Vision hinter dem Awake-Fellowship ist ja, die Themen Leaving Care und Probleme in Jugendhilfe mehr in die Öffentlichkeit zu rücken”, sagt eine Teilnehmerin. “Deshalb müssen wir viel Wert auf Vernetzung legen, in der Community, mit der Politik und mit anderen Arbeitsgemeinschaften.” Schließlich sei Leaving Care ein Aspekt der sozialen Ungleichheit in Deutschland. In einer Demokratie gehe solch eine Form der strukturellen Beteiligung alle etwas an.

Das Gemeinschaftsgefühl unter den Fellows, ist zum einen ausschlaggebend für den Erfolg der geplanten Projekte. Zum anderen ist es aber auch die Gemeinschaft, die empowern und motivieren kann. Careleaver*innen teilen ähnliche Erfahrungen, weil sie in ähnlichen Lebenswelten leben. Sie kennen die Fachkräfte in der Jugendhilfe, die ihnen häufig eher ihre Defizite, als ihre Stärken vermittelt haben. Sie kennen die langen Abende im Licht der Schreibtischlampe, in dem sie mal wieder einen Brief wegen eines unbewilligten Antrages schreiben müssen. Sie kennen die Einsamkeit nach dem Auszug. All diese Erfahrungen erscheinen manchen Careleaver*innen irgendwann so normal, dass sie gar nicht mehr wahrnehmen, wie ungerecht sie sind. Die Vernetzung innerhalb einer Gemeinschaft, Empowerment-Projekte wie das Fellowship, geben Careleaver*innen wieder die Stimme zurück, die stummgestellt wurde. Und sie zeigen: Careleaver*innen sind keine außerirdische Minderheit, sondern junge Menschen, die verdienen, dass der Sozialstaat seine Versprechen einhält.

Ein Text von Sarah Stemper,
AWAKE Fellow 2021/22, Careleaverin & Schülerin der Kölner Journalistenschule für Politik und Wirtschaft e.V.

Forderungen an den Bundestag

Projektgruppe Recht und Politik

Die Projektgruppe Recht und Politik hat Forderungen formuliert, die sie mit einer Petition veröffentlichen und mit der sie es zur Anhörung in den Bundestag bringen wollen. Das Forderungspapier ruft zu Verbesserungen für Carereceiver*innen auf, zu mehr Transparenz in der Jugendhilfe und auch zu mehr Unterstützung für Careleaver*innen. 

Menschen für das Thema Leaving Care sensibilisieren

Projektgruppe Bildung

Eine weitere Projektgruppe beschäftigt sich mit Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Sie hat sich das Ziel gesetzt, Menschen ohne Berührungspunkte und angehende Fachkräfte zum Thema Leaving Care zu erreichen. Dafür werden sie Workshops konzipieren und sich in Kooperation mit Universitäten und Fachhoschulen als Erfahrungsexpert*innen an die Studierendenschaft richten. 

HEFTige Geschichten

Projektgruppe Kreativ

Eine Projektgruppe setzt das Thema Leaving Care kreativ um. Unter dem Arbeitstitel “HEFTige Geschichten” gestaltet sie ein Heft, für das Careleaver*innen bald kreative Beiträge einsenden können. Auf diese Weise sammelt die Projektgruppe Musik, Illustrationen literarische Texte und autobiographische Artikel von und für Careleaver*innen. 

Awake Blog

Blog#3 Digitale Tools Workshop

Hinter uns liegen späte Abende und glühende Laptops. Alle Fellows haben in einem Workshop mit Helena die Online Tools SLACK, MIRO, Jitsi und Doodle kennen gelernt, ausprobiert und sich digital vernetzt.

Im Online Workshop konnten wir in kleinen Gruppen direkt einige Fallstricke aufspüren und lösen: Das Jahr werden wir weiter erkunden, wie die digitalen und physischen Welten sich gegenseitig ergänzen lassen. 

--

Wir bedanken uns für die Kooperation mit MIRO, die unseren Fellows ein kostenfreien Student Account zur Verfügung stellen. Das ermöglicht uns von unterschiedlichen Orten gemeinsam und interaktiv Workshops durchzuführen und Projekte zu entwickeln.

 

Awake Blog

Blog #1 die Jury hat ausgewählt

16 Bewerbungen sind für das Fellowship eingetroffen. Mehr als wir erwartet hatten. Es hat uns gezeigt, da draußen gibt es sehr viele junge Leute, die Careleaver*innen sind und sich für ihre Belange und die ihrer peers ehrenamtlich einsetzen wollen.

Alle Bewerber*innen haben ihre persönlichen Ziele und Projektideen den Jurymitgliedern vorgestellt und hatten eine Stunde Zeit, um so richtig ins Gespräch zu kommen. Es ging darum gute Matches zu finden, zwischen dem Programm und unseren Fellows und eine möglichst repräsentative Gruppe zu bilden.

Das hat geklappt!

Unsere Jury, die auch mehrheitlich aus Careleaver*innen bestand, hat 12 junge Menschen zwischen 18 und 27 Jahren ausgewählt, die bei AWAKE als Fellows dabei sind.

--

Kurzerhand hat die Kurt & Maria Dohle Stiftung das Projekt mit einer Spende unterstützt, sodass wir anstelle von 10 Fellows direkt mit 12 Fellows ins Jahr starten konnten. Wir danken der Dohle Stiftung dafür sehr!

Awake Blog

Blog#2 das erste Retreat

Das erste Retreat war aufregend! Die 12 Fellows sind aus den verschiedensten Regionen Deutschlands zum Social Impact Lab in Leipzig angereist und haben sich ein Wochenende lang persönlich kennen gelernt.

Sie haben ihre Geschichten und Projektideen geteilt und beim Lagerfeuer Raum für ganz privaten Austausch gehabt. Im Workshop „What about *ism“ mit Qle haben sie Intersektionalität und ihre Erfahrungen reflektiert und mit Ella die Desing Thinking Methode kennengelernt.

Nach dem spannenden Wochenende haben sich drei Projektgruppen ergeben:

  1. Gruppe 1: Politik & Rechtliches
  2. Gruppe 2: Kreative Ansätze
  3. Gruppe 3: Öffentlichkeitsarbeit

Sie arbeiten bis zum nächsten Retreat selbstorganisiert an ihren Projektideen weiter. Es bleibt spannend.