Veranstaltungen: Was geht ab?

Unterwegs, im Dialog, am Treffpunkt und immer dabei

Ob (inter)nationale Konferenzen, weiterbildende Fachkraftseminare, spannende Workshops der Projekte oder Freizeitangebote – bei uns ist immer etwas los! Hier gibt es eine Übersicht zu aktuellen und kommenden Veranstaltungen, Teilnahmemöglichkeiten und weitere Informationen.

Aufgrund der Corona-Situation sind bei allen Veranstaltungen kurzfristige Änderungen und Absagen möglich. Bitte informieren Sie sich im Zweifel direkt beim Veranstalter.

Dezember 2021

»Da kommt was auf uns zu« – digitale Fortbildungsreihe zur SGB VIII-Reform: Heimräte und Selbstvertretungen jugendhilfeerfahrener Careleaver und Eltern

In der digitalen Fortbildungsreihe des Kinder- und Jugendhilferechtsverein e.V. (KJRV) werden – anknüpfend an den im Juni stattgefundenen Fachtag zur Gesetzesreform – zu Beginn jeder Einzelveranstaltung die wesentlichen Änderungen und Neuerungen des SGB VIIII/KJHG vorgestellt und darauf aufbauend wird jeweils ein spezielles Thema vertieft und gemeinsam bearbeitet. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie die Regelungen in die Praxis überführt werden können. Die einzelnen Veranstaltungen enthalten einerseits Vortragsteile und Schaffen andererseits Raum für Austausch und Diskussionen.

Die digitalen Veranstaltungen richten sich an Praktiker:innen der Kinder- und Jugendhilfe, Leitungskräfte sowie Fachkräfte aus den Jugendämtern. Der KJRV bringt seine Perspektive als Ombuds- und Beschwerdestelle mit ein und will so den Fachdiskurs anregen.

Die Kosten für die Veranstaltungsteilnahme betragen pro Person und Veranstaltung 60€ Vollzahler*innen/39€ ermäßigt. Für Mitglieder des KJRV sind die Veranstaltungen kostenfrei. 
Es sind pro Veranstaltung 20 Plätze verfügbar.

14. Dezember 2021, 16 bis 20 Uhr: 

Heimräte und Selbstvertretungen jugendhilfeerfahrener Careleaver und Eltern

Alexander Merkel (Careleaver e.V.), Björn Redmann (KJRV)

Beteiligung ist in der Kinder- und Jugendhilfe schon immer ein zentrales Paradigma. Die Stimme der Adressat:innen war allerdings im fachlichen Diskurs nie stark und laut gemacht worden. Das kann und soll sich nun nach dem Willen des Gesetzgebers ändern. Welche Möglichkeiten der neue § 4a SGB VIII bietet, welche Rolle Selbstvertretungen in der Betriebserlaubnis spielen und wie sich Betroffene im Jugendhilfeausschuss Gehör verschaffen können – diese Fragen werden im Mittelpunkt dieser Veranstaltung stehen.

Januar 2022

»Da kommt was auf uns zu« – digitale Fortbildungsreihe zur SGB VIII-Reform: Bescheide überprüfen lohnt sich! Änderungen in der Kostenheranziehung junger Menschen

In der digitalen Fortbildungsreihe des Kinder- und Jugendhilferechtsverein e.V. (KJRV) werden – anknüpfend an den im Juni stattgefundenen Fachtag zur Gesetzesreform – zu Beginn jeder Einzelveranstaltung die wesentlichen Änderungen und Neuerungen des SGB VIIII/KJHG vorgestellt und darauf aufbauend wird jeweils ein spezielles Thema vertieft und gemeinsam bearbeitet. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie die Regelungen in die Praxis überführt werden können. Die einzelnen Veranstaltungen enthalten einerseits Vortragsteile und Schaffen andererseits Raum für Austausch und Diskussionen.

Die digitalen Veranstaltungen richten sich an Praktiker:innen der Kinder- und Jugendhilfe, Leitungskräfte sowie Fachkräfte aus den Jugendämtern. Der KJRV bringt seine Perspektive als Ombuds- und Beschwerdestelle mit ein und will so den Fachdiskurs anregen.

Die Kosten für die Veranstaltungsteilnahme betragen pro Person und Veranstaltung 60€ Vollzahler*innen/39€ ermäßigt. Für Mitglieder des KJRV sind die Veranstaltungen kostenfrei. 
Es sind pro Veranstaltung 20 Plätze verfügbar.

06. Januar 2022, 9 bis 13 Uhr: 

Bescheide überprüfen lohnt sich! Änderungen in der Kostenheranziehung junger Menschen

Prof. Dr. Simone Janssen (Evangelische Hochschule Dresden), Annegret Münch und Björn Redmann (KJRV)

Das Verwaltungshandeln in Bezug auf die Kostenheranziehung junger Menschen stand schon lange zur Diskussion und gewissermaßen auf dem Prüfstand. Am 10. Juni 2021 ist dann das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) in Kraft getreten. Seit diesem Stichtag gelten nun auch neue Regelungen für die Kostenheranziehung junger Menschen in der Jugendhilfe mit zum Teil weitreichenden Änderungen. In dieser Veranstaltung geht es um die Aufklärung und Information über die neuen Regelungen sowie die rechtlichen Möglichkeiten junger Menschen, sich gegen falsche Kostenbescheide zu wehren. Es wird auch Raum für den Austausch von Praxiserfahrungen geben. 

Februar 2022

Übergänge für junge Volljährige gestalten. Einführung ins Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) zum Thema Careleaver*innen und Praxisbeispiele

Die IGfH veranstaltet für Leipziger Careleaver*innen, Fachkräfte und Akteure am 03. Februar ein ganztägiges Online-Seminar zu den neuen Möglichkeiten, Pflichten und Herausforderungen am Übergang. 

Basierend auf Projekten und Initiativen zur Verbesserung der Übergangsbegleitung für Careleaver*innen, die in den letzten Jahren durchgeführt und entwickelt wurden, werden Konzepte der praktischen Ausgestaltung der Neuregelungen vorgestellt, z.B. das Konzept der Übergangsplanung, Möglichkeiten der rechtskreisübergreifenden Kooperation sowie Modelle der Nachbetreuung. Diese werden mit dem Teilnehmer*innen im Hinblick auf die Umsetzbarkeit in der eigenen Praxis diskutiert. Der Fokus der Fortbildung liegt dabei nicht in einer juristischen Perspektive auf die Neuregelungen, sondern auf konkreten Ansatzpunkten zur Weiterentwicklung der fachlichen Arbeit für und mit Careleaver*innen. 


Die Fortbildung wird durch die Referentin Britta Sievers (Dipl.-Sozialarbeiterin, M.A. Vergleichende Europäische Sozialforschung) durchgeführt. Frau Sievers war u.a. als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hildesheim und bei der IGfH tätig, hat zahlreiche Projekte mit jungen Careleaver*innen durchgeführt und Handbücher und Materialien zur Thematik verfasst. 

Die Veranstaltung ist für interessierte Careleaver*innen kostenlos. Fachkräfte, Akteure und weitere Interessierte beteiligen sich mit einem Beitrag von 20€. Die Teilnehmer*innenanzahl ist begrenzt.

Sie wollen informiert bleiben? Melden Sie sich schon jetzt bei Katja Meier an. 

 

Überblick über das neue Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG)

Der Deutsche Bundestag und Bundesrat hat das neue Kinder- und Jugendstärkungsgesetz ( KJSG ) verabschiedet. In den kommenden Wochen wird das Gesetz mit der Veröffentlichung gelten und damit neue Rechtsansprüche etwa für junge Menschen und Eltern sowie Pflegeeltern in Kraft treten. Die Praxis der Kinder- und Jugendhilfe muss die Rechtsansprüchen und fachlichen Anforderungen im KJSG umsetzen. Die Online-Fortbildung soll zunächst einen Überblick über die Neuregelungen im SGB VIII und KKG, die durch das KJSG erfolgt sind, geben und die Genese der neuen Regelungen im Gesetzgebungsprozess erläutern.

Dies soll entlang der folgenden Themenschwerpunkte erfolgen:

  • Besserer Kinder- und Jugendschutz und Neuregelungen im Betriebserlaubnisverfahren           
  • Die Hilfen für junge Menschen, die außerhalb ihrer Herkunftsfamilie aufwachsen (Pflegekinder, „Heimerziehung“, junge Volljährige), sollen verbessert werden.  
  • Hilfen aus einer Hand für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen
  • Mehr Prävention vor Ort
  • Mehr Beteiligung von jungen Menschen, Eltern und Familien
  • Neue Finanzierungsregelungen für ambulante Hilfen

Dabei wird jeweils Raum für Fragen und Klärungsbedarfe gegeben werden.

  • digital
  • IGfH

Kostenheranziehung junger Menschen bei vollstationären Jugendhilfemaßnahmen

Sind junge Menschen vollstationär im Rahmen der Jugendhilfe untergebracht, sehen die §§ 91 ff. SGB VIII vor, dass sie an den Kosten der Hilfen zu beteiligen sind. Einige Regelungen sind zwingend, bei anderen steht dem Jugendamt ein sog. Ermessen zu, das pflichtgemäß ausgeübt werden muss. Immer wieder gibt es Diskussionen in der Fachpolitik und Ansätze zu Gesetzesänderungen, aber auch neue Gerichtsentscheidungen, die verunsichern, wenn es darum geht, wie die Kostenheranziehung umgesetzt werden soll.

In der Online-Fortbildung werden die rechtlichen Grundlagen zum aktuellen Stand im Gesetz und in der Rechtsprechung sowie Empfehlungen zur Kostenheranziehung junger Menschen aus ihrem Einkommen und dem Vermögen junger Volljähriger sowie der Einsatz zweckgleicher Leistungen dargestellt. Daneben werden auch Hinweise gegeben, wie junge Menschen gegen eine unberechtigte Kostenheranziehung vorgehen können.

Es wird dazu einen Input mit Präsentation und Praxisbeispielen sowie weiterführende Literaturhinweise und zugleich Raum für Fragen und Austausch der Teilnehmenden geben.

  • digital
  • IGfH
März 2022

Online-Fachtag: Fachkräfte in den Erziehungshilfen mit eigener Leaving Care Erfahrung

Inhalt:
Junge Menschen, die in stationären Erziehungshilfemaßnahmen aufgewachsen sind, entscheiden sich häufig für einen sozialen Beruf – so werden sie beispielsweise Erzieher*innen oder studieren Soziale Arbeit o.ä. und arbeiten dann wieder in der sozialpädagogischen Praxis. Als Mitarbeiter*innen in der Kinder- und Jugendhilfe bringen sie somit eine doppelte Perspektive mit – nämlich die fachliche Expertise als sozialpädagogische Fachkraft, aber auch die biographische Erfahrung Adressat*in sozialpädagogischer Hilfen gewesen zu sein.
Diese doppelte Perspektive kann unseres Erachtens insbesondere als Ressource betrachtet werden, wird aber in der Fachpraxis selbst immer wieder auch kritisch betrachtet. Wird die biographische Betroffenheit über die sozialpädagogische Fachlichkeit gestellt? Wie kann die biographische Perspektive von Fachkräften mit Care Leaver*innen Geschichte die sozialpädagogische Fachlichkeit bereichern? Wo wird die Perspektive von ehemaligen Care Nutzer*innen in der sozialpädagogischen Praxis zum Hindernis und zur Bedrohung? Diese Fragen wollen wir gemeinsam mit sozialpädagogischen Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe (Jugendamt, stationäre Hilfen, ambulante Hilfen, Jugendarbeit etc.) mit und ohne Care Leaver*innen Geschichte diskutieren. Ziel der Veranstaltung ist es in den gemeinsamen (Erfahrungs-)Austausch zu kommen und zu überlegen, wie Stolpersteine aus dem Weg geräumt werden können.

Zielgruppe:
Der Fachtag richtet sich insbesondere an Fachkräfte der Felder der Kinder- und Jugendhilfe. Wir möchten bewusst Fachkräfte mit und ohne Care Leaver*innen Geschichte erreichen, um gemeinsam in den Austausch zu kommen und voneinander zu lernen.

Organisatorisches:
Der Fachtag wurde gemeinsam von Vertreter*innen des Bundesnetzwerks Care Leaver Initiativen vorbereitet. Der Fachtag findet online über die Plattform Zoom statt und kostet keine Gebühren. Dennoch bitten wir Sie sich anzumelden. Sie erhalten dann weitere Informationen und nach Anmeldungsschluss den Zugangslink.

Juni 2022

Übergänge für junge Volljährige gut begleiten - auch an den Schnittstellen zu anderen Leistungssystemen

Junge Menschen aus Pflegefamilien und Heimerziehung stehen beim Hilfeende vor vielfältigen Herausforderungen. Viele beziehen nach dem Hilfeende auch weiter öffentliche Leistungen; dieser Übergang aus den Erziehungshilfen verläuft jedoch selten reibungslos.

Zentrales Anliegen der Fortbildung ist die Erarbeitung von Ansatzpunkten einer guten Begleitung junger Menschen im Übergang in ihr Erwachsenenleben. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Hilfeplanung im Übergang sowie der Begleitung des Übergangs in andere Leistungssysteme.

Inhalte der Fortbildung sind:

  • Der Übergang aus Sicht der Adressat_innen/Vorstellung des Careleaver Deutschland e.V.
  • Von der Hilfe- zur Übergangsplanung: Wie können die Bedarfe im Übergang besser in der Hilfeplanung berücksichtigt werden?
  • Erleichterung des Übergangs in andere Sozialleistungssysteme bei Hilfeende: rechtliche Aspekte und Vorstellung von Beispielen guter Praxis des Übergangs an den Schnittstellen zu anderen Sozialgesetzbüchern.
  • Frankfurt am Main
  • IGfH