Veranstaltungen: Was geht ab?

Unterwegs, im Dialog, am Treffpunkt und immer dabei

Ob (inter)nationale Konferenzen, weiterbildende Fachkraftseminare, spannende Workshops der Projekte oder Freizeitangebote – bei uns ist immer etwas los! Hier gibt es eine Übersicht zu aktuellen und kommenden Veranstaltungen, Teilnahmemöglichkeiten und weitere Informationen.

Aufgrund der Corona-Situation sind bei allen Veranstaltungen kurzfristige Änderungen und Absagen möglich. Bitte informieren Sie sich im Zweifel direkt beim Veranstalter.

Februar 2023

Lesung "Careleaving Storys"

Die Projektgruppe Careleaving Storys unseres AWAKE-Fellowships stellt ihre vor kurzem erschienene Kurzgeschichtensammlung vor und liest daraus vor. Ein Heft voller bewegender Einblicke in das Leben vor, während und nach der Jugendilfe ist entstanden: Innerhalb eines Jahres haben Cee, Lee, Lucia und Laura die Geschichten zahlreicher Careleaver*innen gesammelt.

Wir laden herzlich ein zur:

Lesung „Careleaving Storys“ 

Wann: 18. Februar, Beginn: 17 Uhr, Einlass ab 16.30 Uhr

Wo: Kreuzberger Kinderstiftung, Ratiborstraße 14a, 10999 Berlin

Anmeldungen bitte an Alina Kierek: kierek(at)kreuzberger-kinderstiftung(dot)de.

  • Berlin
  • Partner: Careleaver Weltweit
März 2023

Careleaving in der Pflegekinderhilfe

Das Kompetenzzentrum Pflegekinder hat in einem mehrjährigen Projekt alle wichtigen Informationen speziell für den Careleaving-Prozess von Pflegekindern (und ihren Familien) zusammen gestellt. Die mit hoher Fachkompetenz besetzte Fortbildung fokussiert explizit die spezifischen Bedarfe von Pflegekindern (und Pflegeeltern) beim Übergang ins Erwachsenenleben, gibt einen Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen und soll Anreize und Impulse zum Beschreiten neuer Wege bei der fachlichen Begleitung von Pflegekindern (und Pflegefamilien) in die Selbstständigkeit setzen.

Termin: 1. März 2023 10.00-16.30 Uhr UND 2. März 2023 10.00-15.30 Uhr 


Teilnahmegebühr: 95 EUR

Überblick über das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG)

Der Deutsche Bundestag und Bundesrat hat das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz ( KJSG ) verabschiedet und neue Rechtsansprüche für junge Menschen und Eltern sowie Pflegeeltern sind in Kraft getreten. Die Praxis der Kinder- und Jugendhilfe muss die Rechtsansprüche und fachlichen Anforderungen im KJSG umsetzen. Die Online-Fortbildung soll zunächst einen Überblick über die Neuregelungen im SGB VIII und KKG, die durch das KJSG erfolgt sind, geben und Möglichkeiten zur Umsetzung der neuen Regelungen im Gesetzgebungsprozess erläutern.

Dies soll entlang der folgenden Themenschwerpunkte erfolgen:

  • Besserer Kinder- und Jugendschutz und Neuregelungen im Betriebserlaubnisverfahren
  • die Hilfen für junge Menschen, die außerhalb ihrer Herkunftsfamilie aufwachsen (Pflegekinder, „Heimerziehung“, junge Volljährige), sollen verbessert werden.
  • Hilfen aus einer Hand für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen
  • mehr Prävention vor Ort
  • mehr Beteiligung von jungen Menschen, Eltern und Familien
  • neue Finanzierungsregelungen für ambulante Hilfen

Dabei wird jeweils Raum für Fragen und Klärungsbedarfe gegeben werden.

  • digital
  • IGfH
Juni 2023

Übergänge für junge Volljährige gut begleiten - auch an den Schnittstellen zu anderen Leistungssystemen

Junge Menschen aus Pflegefamilien und Heimerziehung stehen beim Hilfeende vor vielfältigen Herausforderungen. Viele beziehen nach dem Hilfeende auch weiter öffentliche Leistungen; dieser Übergang aus den Erziehungshilfen verläuft jedoch selten reibungslos.

Zentrales Anliegen der Fortbildung ist die Erarbeitung von Ansatzpunkten einer guten Begleitung junger Menschen im Übergang in ihr Erwachsenenleben. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Hilfeplanung im Übergang sowie der Begleitung des Übergangs in andere Leistungssysteme.

Inhalte der Fortbildung sind:

  • Der Übergang aus Sicht der Adressat_innen/Vorstellung des Careleaver Deutschland e.V.
  • Von der Hilfe- zur Übergangsplanung: Wie können die Bedarfe im Übergang besser in der Hilfeplanung berücksichtigt werden?
  • Erleichterung des Übergangs in andere Sozialleistungssysteme bei Hilfeende: rechtliche Aspekte und Vorstellung von Beispielen guter Praxis des Übergangs an den Schnittstellen zu anderen Sozialgesetzbüchern.
  • Hannover
  • IGfH

Wer MACHT Hilfeprozesse? - 6. Vormundschaft im Fokus

Rolle und Auftrag von Vormundschaft innehabenden Personen und Änderungen durch das neue Vormundschaftsgesetz

Dagmar Michael – Vormundin und Verfahrensbeiständin, Dresden 

Als Praktikerin mit langjährigen Erfahrungen möchte ich mit Ihnen zu den Fragen nach dem Sinn und oder auch weniger Sinn der Änderungen, auf Spurensuche gehen.

Ich möchte im Rahmen dieser Fortbildung zu diesen Fragen in den Austausch kommen: 

  • Welches Erfordernis gab es für die Änderungen?
  • Was hat sich eigentlich geändert? 
  • Was bedeuten Änderungen u.a. wie:
    • Sorgerecht aufteilen 
    • zusammenarbeiten
    • vorläufige Vormundschaft 
    • Vorrang Ehrenamt
    • Begründungspflicht Jugendamt
  • Was bedeuten diese Änderungen für die Praxis in den unterschiedlichen Arbeitsfeldern? 

Freitag, 23. Juni 2023, 10 – 13 Uhr, House of Dreams, Careleaver-Zentrum, Schönfelder Str. 16, 01099 Dresden

August 2023

SAVE THE DATE: Brückensteine Careleaver-Festival 2023

Ein Ziel der Initiative Brückensteine Careleaver und ebenso des Projekts Careleaver-Zentrum Thüringen ist die Stärkung von Selbstorganisation und Vernetzung von Careleaver*innen untereinander. Aus diesem Grund waren seit Start der Initiative Events und Treffen von und für Careleaver*innen fester Bestandteil sowohl einzelner Projektaktivitäten als auch projektübergreifend im Rahmen der Initiative Brückensteine Careleaver. Das Brückensteine-Careleaver-Festival ist dabei ein jährliches Highlight. Es wurde bereits 2x erfolgreich durchgeführt.

2023 wird es vom 24. bis 27.08. im Rittergut Lützensömmern in Thüringen stattfinden, organisiert durch den Brückensteine Careleaver-Rat und das Careleaver-Zentrum Thüringen.

SAVE THE DATE!

  • Rittergut Lützensömmern/Thüringen
März 2024

Wer MACHT Hilfeprozesse? - 12. "Jetzt mischen die sich da noch ein!"

Rolle und Auftrag von Ombudschaft im Hilfeprozess 

Ulrike von Wölfel und Jens Borrmann-Lupprian – Kinder- und Jugendhilferechtsverein e.V. 

Im Rahmen der Gesetzesnovelle des SGB VIII in 2021 gab es gravierende Neuerungen in der Landschaft der Jugendhilfe. Herausragend ist dabei die Implementierung des § 9a im SGB VIII. Vor der Novelle oblag es dem „Überzeugungsgeschick“ von Ombudsleuten, sich bei öffentlichen und freien Trägern der Jugendhilfe Gehör zu verschaffen. Dies gelang mehr oder weniger und hing stark vom „good-will“ der Beteiligten ab.

Inzwischen herrscht eine andere Diktion in der Jugendhilfe. Ombudschaft ist gesetzlich verankert und somit von den Bundesländern vorzuhalten.

Leicht karikiert könnte behauptet werden: „EINMISCHEN“ ist Pflicht und vor allem ein Rechtsanspruch geworden. Allerdings werden hierdurch bestehende Ressentiments nicht a priori aufgelöst. Es braucht Aushandlung und Kompromissbereitschaft von allen Beteiligten. Dann ist die Abschmelzung von Machtasymmetrien ein Prozess, welcher durchaus gelingen kann.

Im Seminar werden die Aufträge und Rollen Ombudschaftlicher Arbeit skizziert. Ebenso werden bisherige Erfahrungen und aktuelle Veränderungen dargestellt. Wir wünschen uns einen kreativen und praxisnahen Diskurs. Exemplarische Praxisbeispiele können eingebracht werden, um das gemeinsame Arbeiten lebendig zu gestalten.

Donnerstag, 07. März 2024, 10 – 13 Uhr, Stadtteilhaus Dresden – Äußere Neustadt, Raum Anton, Prießnitzstr. 18, 01099 Dresden

April 2024

Wer MACHT Hilfeprozesse? - 13. "Heimerziehung - wir müssen reden"

Elsa Thurm und Björn Redmann – Kinder- und Jugendhilferechtsverein e.V. 

Die Heimerziehung muss sich weiter verändern! 
Sowohl für Adressat:innen der stationären Jugendhilfe, die oft nur indirekt oder gar nicht bei der Alltagsgestaltung in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe beteiligt werden, als auch für Fachkräfte in den Hilfen zur Erziehung, die im Spannungsfeld zwischen dem nicht immer leichte. Alltagsgeschäft in Wohngruppen und den gesetzlichen Ansprüchen von Beteiligung arbeiten, muss etwas passieren.

Gemeinsam mit Careleaver:innen aus dem Careleaver Zentrum Dresden und Fachkräften aus der stationären Jugendhilfe wollen wir in ins Gespräch kommen über die gegebenen Situationen in Wohngruppen. Dabei wird der Fokus auf den gesetzlichen Veränderungen des KJSG und den (un)eingelösten Versprechen der Jugendhilfe liegen. Im gegenseitigen Austausch werden Stolpersteine und Gelingensfaktoren benannt und diskutiert. 

Dienstag, 09. April 2024, 10 – 13 Uhr, House of Dreams, Careleaver-Zentrum, Schönfelder Str. 16, 01099 Dresden

Mai 2024

Wer MACHT Hilfeprozesse? - 14. Mit aller Macht! - Selbstvertretungsstrukturen von Adressat*innen der Jugendhilfe in Sachsen

Planung, Umsetzung und Perspektiven

Sarah Preusker und Björn Redmann – Kinder- und Jugendhilferechtsverein e.V. 

Mit Einführung des KJSG sind im § 4a SGB VIII Zusammenschlüsse von Selbstvertretungsstrukturen von Adressat*innen der stationären Jugendhilfe ausdrücklich gewollt. Junge Menschen, die in stationären Jugendhilfeeinrichtungen aufwachsen/aufgewachsen sind, sollen eine Plattform nach ihren Vorstellungen bilden können, anhand derer sie sich an wichtigen Entscheidungen sachsenweit, die Heimerziehung betreffend, in anerkannter Selbstvertretung partizipieren können.

Im August 2022 nahm das Projekt „Landesjugendkonferenz“ (Arbeitstitel Stand Aug. 2022) seine Arbeit auf. Mit welchen Zielstellungen wurde es gestartet, was ist bisher gelungen, wo gab es Stolpersteine, was ist bisher in Sachsen entstanden? Dieser Workshop möchte umfangreich über das Projekt informieren.

Donnerstag, 02. Mai 2024, 10 – 13 Uhr, House of Dreams, Careleaver-Zentrum, Schönfelder Str. 16, 01099 Dresden